Krachlederne Amerikaner, Haxen im Blut und Hebi kriegt eine Tracht Prügel

Der zweite grosse Auftritt der Noggeler startete mit einer einstündigen Fahrt in die «Pampas» von Chicago mit dem Ziel Hofbräuhaus Chicago in Rosemont. Hier ist alles Made in USA. Von den riesigen Biertanks bis zu der grossen Bierhalle die sich, ohne rot zu werden, mit einigen Zelten des Oktoberfestes in München messen könnte. Die Stimmung allerdings war bis zum Auftritt der «Luzerner Carneval Music» eher verhalten. Was die drei Original Nürnberger Buaben nicht schafften, nämlich die Amis standesgemäss auf die Bänke und Tische zu bringen, schafften die «Swiss Noooogeler» im Handumdrehen. Zwischen ihren zwei Auftritten, der erste bei vielen mit 0,1 der zweite nach den Freibier-Mass mit doch schon einem Münchner Durchschnitt von 0,6 Promillen «mer esch jo met em Car do» brachte dann den gewünschten Effekt. Die Bänke und Tische wurden gestürmt und es wurde geschunkelt als ob die Pilatusgeister spielen würden. Dazwischen gaben sich die anwesenden Kölner-Amis die Ehre ihre Karnevals Orden mit preussischer Gründlichkeit an die grosse Brust vom Tambi Rolf zu heften, was dieser mit seiner stoischen Ruhe über sich ergehen liess, bevor er sich Schönerem zuwenden durfte. Eine genussvolle Arbeit die aber grosses Geschick verlangte, denn das «Ausbeineln» eines grossen Stückes einer armen Sau, war mit den beigelegten Buttermesser gar nicht so einfach. Guat wars, scheen wars und dass zum Schluss ein gestandenes Madel dem Hebi Lörch noch den Hintern versohlen durfte, machte den Abend unvergessen.

Text / Fotos: Heinz Steimann

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