Guido sagt Danke!

Liebe Noggeler, liebe Gäste

Wir sind wieder da, der Alltag hat uns wieder. Soeben habe ich die Meldung erhalten, dass auch unsere Instrumente inzwischen wieder auf Schweizer Boden angelangt sind, somit drängt sich dieses Schreiben zum jetzigen Zeitpunkt also auf.

Ein Woche nach unserer Rückkehr sind hoffentlich auch beim letzten Noggeler die persönlichen Schwierigkeiten wegen der Zeitverschiebung und vor allem wegen der teilweise etwas abenteuerlichen Tages- und Nachtzeitplanung während unseres Aufenthaltes abgeklungen. Aufenthalt ist eigentlich das völlig falsche Wort um im Zusammenhang mit unserem Besuch bei unseren Freunden in der Schwesterstadt erwähnt zu werden. Denn von einem Halt im Sinne von Verlangsamung oder gar einem Stopp konnte vermutlich keiner etwas spüren. Die ganzen Tage war enorm viel Betrieb und Emsigkeit zu spüren. Unser Hotel kam mir vor wie ein Bienenhaus an einem warmen Frühlingstag: die Männchen gingen raus und rein und sammelten bzw. shoppten. Mit eigentümlichen Kommunikationsritualen versuchten sie sich dann gegenseitig die Lage der besten Blüten (der besten Läden zum Shoppen) weiterzugeben. Nur wenn’s dunkel wurde passte das Bild vom Bienenstock nicht mehr. Während die Bienen in der Dunkelheit ihre Ruhe finden, strömten die Noggeler auch bei fehlendem Tageslicht raus und rein!

Alle die dabei gewesen sind haben es miterlebt und mitgestaltet: wir haben für Stimmung gesorgt und wurden sehr positiv aufgenommen. Unsere Präsenz in TV und Zeitung war gigantisch. Die Begeisterung bei unseren Freunden und Gastgebern, bei den Vertretern der Sister City Organisation und bei allen anderen die uns gesehen und gehört haben war gross. Uns ist es gelungen, auf eine freundliche und gewinnende Weise zu zeigen, dass die Schweizer – oder zumindest die Luzerner – weder introvertiert noch irgendwie langweilig sind. Wir hatten eine gewaltige Medienpräsenz in allen wichtigen TV- und Radio-Stationen sowie auch in den Zeitungen und Online-Medien. Luzern und die Schweiz waren eine Woche lang in Chicago und weit darüber hinaus präsent und zwar, wie wir meinen, auf eine sehr sympathische Art. Wir Noggeler haben viel Freude verbreitet und viel Interesse für das Traumland inmitten Europas und das darin lebende Bergvolk geweckt. Ebenfalls konnten wir hier wie da erneut viel Aufmerksamkeit gewinnen für die Beziehung zwischen Luzern und Chicago und in diesen Dingen auch unseren Stadtpräsidenten Stefan Roth bestens unterstützen.

Im Jahre 2003 hatte ich nach der damaligen Chicagoreise mit dieser Dankesreihe begonnen und möchte es nicht versäumen, mich auch dieses Jahr und auf diesem Wege zu bedanken. Vorab lasst mich einen Abschnitt wiederholen, den ich genauso bereits 2009 geschrieben hatte:

Unsere Freunde in Chicago hatten uns in diesem Jahr erneut die Chance geboten für den Trip nach Chicago, dafür gilt unser grösster Dank, den wir an anderer Stelle ausgesprochen haben und noch aussprechen werden. Wir Noggeler haben diese Chance gepackt und haben das ganze schlussendlich umgesetzt. «We made it happen». Darauf können wir sehr stolz sein, als Verein und als einzelner Reiseteilnehmer. Jeder hat das Seinige dazu beigetragen, dass es gelungen und so rausgekommen ist. Das macht die Noggeler aus und ist nicht selbstverständlich.

Dieser Abschnitt sagt so viel aus, dass der so auch ein zweites Mal stehenbleiben kann. Wir hatten für die Reise in diesem Jahr, im Unterschied zu den vier letzten Reisen (2003, 2005, 2006 und 2009) jeweils im November ans Magnificient Miles Lights Festival, ein völlig neues Setting:

  • Reisezeit im März, zwischen Fasnacht und Ostern,
  • Kontakt zur Irish Community in Chicago und den Besuch der beiden Umzüge,
  • «Tagwache» im Harry Caray’s am sehr frühen Morgen,
  • eine spezielle Herausforderung mit der neu aufzubauenden Finanzierung der ganzen Reise und zuletzt
  • der gleichzeitige Besuch unseres Stadtpräsidenten, Stefan Roth, in Begleitung seiner Gattin Ursi in Chicago im Zusammenhang mit der Städtepartnerschaft Luzern-Chicago und die Events, die wir gemeinsam besuchen durften.

Alles war neu zu organisieren, kaum ein Ansprechpartner der letzten vier Reisen blieb der Gleiche. Trotz dieser Herausforderungen und vor allem trotz den damit zusammenhängenden, zumeist unklaren Informationen die wir euch geben konnten, haben sich bereits letzten Sommer spontan 50 Noggeler bereit erklärt, Ferientage und ziemlich viel Sackgeld zu opfern um mit dabei zu sein. Dafür, für dieses blinde Vertrauen in das OK-Team, bedanke ich mich vorab beim Vorstand und bei allen Noggeler-Kameraden. Mir hat das den Rücken frei gehalten und wir konnten, trotz vieler Unklarheiten die bis zuletzt da waren, mit Zuversicht weiterarbeiten. Danke, liebe Noggeler-Kameraden!

Während und nach der diesjährigen Reise durfte ich ganz viel Dank und Lob entgegennehmen und spürte viel Freude und Dankbarkeit bei euch. Jedes einzelne Wort hat mich sehr berührt und gefreut. Ich möchte nun die vielen positiven Rückmeldungen an die Reiseleitung verdanken, die erhaltenen Blumen weiterreichen, und starte mit den üblichen Worten:

Ein ganz spezielles Dankeschön geht an

  • Matthias, unseren Präsidenten, der mir das Vertrauen geschenkt hat und mich im Hintergrund mit vielen kleinen aber wichtigen Dingen unterstützt hat.
  • Jörg S., unseren Aktuar und Mann für Unmögliches, der uns logistisch, vertraglich und mit persönlichem Handanlegen toll unterstützt hat.
  • unseren Vorstand für die Unterstützung und das geschenkte Vertrauen.
  • Marcos, den Chef Logistik, für seine vielen Ideen und Prototypen wie wir die Dinge verstauen können und für seine grossartige Abwicklung der ganzen Frachtangelegenheiten.
  • Erwin und Köbu, die uns ihr Rümli fürs Grindensammeln, Kistenpacken und -auspacken zur Verfügung gestellt haben.
  • alle Teilnehmer für die gute Laune und die Super-Disziplin die bei uns geherrscht hat. Das ist aufgefallen und wurde viel bewundert. 44 Noggeler um 5:12 Uhr abfahrbereit im Bus: grossartig!
  • alle Daheimgebliebenen, dass ihr uns habt ziehen lassen und in Gedanken immer bei uns wart.
  • Rolf, unseren Tambourmajor, der dank seiner professionellen Vorbereitung und seiner Ruhe alle Auftritte (und uns) bestens im Griff hatte. Es waren sehr viele Auftritte!
  • Matthias, unseren Webmaster, der mit einem Riesenchrampf unsere Website wieder Chicago-like gemacht und vor allem nach unserer Rückkehr mit gigantischem Aufwand alle Bilder, Videos, Zeitungsausschnitte und vieles mehr zusammengetragen und für uns online gestellt hat, meist noch mit einem originellen Sprüchlein dazu. Bravo! Chapeau!
  • alle Musiker und Sänger, die in Chicago unsere Freunde Monique, Camille und Natacha immer wieder zu Tränen gerührt haben.
  • Stefan und Angelo, unseren beiden Drummer mit den blauen Flecken, dass ihr euch um Frachtraum einzusparen bereit erklärt habt, die Rädli zu Hause zu lassen
  • Rolf, unseren Vizepräsidenten, für die Unterstützung im Hintergrund bei diversen Dingen sowie beim Verfassen der Pressemitteilung.
  • Marc, Urs K., Förschter, Guido S., Roger S. und alle sonst packenden und kistenschleppenden Reisenoggeler für die sehr zügigen und disziplinierten Logistikaufgaben. Das hat riesig Spass gemacht!
  • Markus B., dass er unsere Kameraden am Mittwoch sicher nach Chicago gebracht hat.
  • Benni, dem bärtigen Drummer, für die tollen Noggeler-Strickmützen.
  • Andy, unseren Kleiderhändler, der für den ganzen Verein eine neue Jacke und die spontane und zeitnahe Verteilaktion organisiert hat.
  • Mario, den Taxi-Manager, für den spontanen Transport unseres ganzen Zusatzgepäcks vom Rüümli zum Flughafen und wieder zurück.
  • Matthias, dem Tausendsassa, für die Idee, die Umsetzung und die Beschaffung der legendären Irish-Swiss-Noggeler-Chicago-Schals: slàinte mhath!
  • Röbi, dass er die letzten sechs Kameraden am Donnerstag sicher nach Chicago und wie der Blitz mit der Stretch-Limo zum Willis-Tower gebracht hat.
  • Sandro, unseren Fotografen, für seine Kameraschlepperei und die 1’225 Bilder. Diese Erinnerungsphotos sind jetzt online und können nach Belieben durchgeschneuggt werden.
  • alle, die dabei gewesen sind. Eure Dauersuperstimmung hat mir zeitweilig schon fast Angst gemacht.
  • alle, die ich nun in dieser Aufzählung vergessen habe, die aber trotzdem etwas zu unserem Reisli beigetragen haben.
  • meinem Reiseleitungsgschpändli Matthias. S’esch super gsi met der zäme z’schaffe!

Danke, danke, danke, es hat sich gelohnt. Es war einfach toll!
Guido

PS: Und auch darüber hatte ich beim letzten Mal schon geschrieben, doch das ist wegen den aktuellen Berichten aus Chicago notwendig: Gestern wurden uns Bilder aus Chicago zugesandt auf denen zu sehen ist, dass es bei eisigem Wind wieder 20 bis 30 cm geschneit hat!
Während unserem Besuch hingegen hatten wir die ganze Zeit Bilderbuchwetter (es war zeitweilig fast ein bisschen zu heiss!).

vwn

Danke Petrus, du bist wirklich ein Freund der Noggeler. Du hast uns für unsere Tage in Chicago fantastisches Wetter beschert und begrüsst uns nun hier in Luzern wieder mit atemberaubendem Sonnenschein. Weiter so, vermutlich sollten wir dich nun endgültig zum Ehrenmitglied ernennen!



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