Döktu’s H1N1-Update: Frisch vom BAG!

In der ersten Grafik geht es mit der Anzahl gemeldeter Fälle auf und ab, aber deutlich unter den Zahlen einer „normalen“ früheren Grippe:

Grafik 1: Grippeähnliche Erkrankungen (ILI’s) pro 1'000 Arztkonsultationen

Grafik 1: Grippeähnliche Erkrankungen (ILI’s) pro 1'000 Arztkonsultationen

In der zweiten Grafik sieht man wie die Anzahl, der gemeldeten Fälle pro Woche deutlich abnimmt:

Grafik 2: Bestätigte Fälle der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein

Grafik 2: Bestätigte Fälle der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein

Das hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass nicht mehr bei allen Schweine-Grippefällen ein Virus-Nachweis gemacht wird. Das wiederum heisst, dass es sich nicht lohnt einen Test von ca. Fr. 220.- zu machen, nur weil man Grippesymptome hat … und das wiederum heisst meines Erachtens, dass sich die Schweine-Grippe in ihrer Virulenz, d.h. ihrer Aggressivität, immer mehr abschwächt und schliesslich gleich starke oder sogar schwächere Symptome verursacht wie eine normale Grippe.

Weltweit ist die Lage unterschiedlich: Aktuell nimmt in vielen Ländern Europas, West- und Zentralasiens die Übertragung von Grippeviren (es sind damit alle Grippeviren und nicht nur die Schweine-Grippe gemeint) zu.

Die Arztkonsultationen aufgrund von grippeähnlichen Symptomen liegen in folgenden Ländern über dem jeweiligen nationalen Schwellenwert:

  • Frankreich
  • Nordirland
  • Irland
  • Israel
  • Japan
  • Schottland
  • USA

Auf der Südhalbkugel gehen die winterlichen Grippewellen zurück. In den tropischen Regionen ist die Grippeaktivität unterschiedlich: in Mittel- und Südamerika, sowie in Süd- und Südostasien nehmen die Ansteckungen in den meisten Regionen ab, während in Teilen der Karibik eine Zunahme festgestellt wurde.

In Übereinstimmung mit der WHO empfiehlt das BAG keine Reisebeschränkungen.

Im Internet kann man jetzt immer mehr Voten, beobachten, in welchen die Schweine-Grippe-Pandemie als eine Lüge dargestellt wird. Für mich ist das weltpsychologisch nach Jung gesehen eine negative Kompensation der übermässigen völlig übertriebenen Welt-Panik bei Ausbruch der Schweine-Grippe. Wie wenig damals Panik angesagt war, ist jetzt das Szenario von der Lüge angebracht. Diejenigen, die sich mit Tamiflu eingedeckt haben, fühlen sich jetzt betrogen (im Portemonnaie erleichtert) und weil sie das Medikament für die Katze gekauft haben muss jetzt die Lügen-Theorie herhalten.

Darum merke: Weder Panik noch Leugnen, sondern
Respekt vor der Pandemie sind gefragt!



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