Mother Hubbard’s Hamburger

Mother Hubbard’s, „Mutter Hubbard“, wie viel versprechend hört sich dieser Name an? Es soll etwas typisch amerikanisches sein, das Essen, welches da serviert wird. Wie an Mutters Tisch? Wir sind gespannt.

Die beiden Gruppen treffen pünktlich ein. Pünktlichkeit, das ist Noggeler Tradition, lasse ich mir als Neuling sagen. Egal wo und wann, es gilt was da steht. Sind Ort und Zeit gegeben, dann ist jeder da. Im Mother Hubbard’s werden uns Plätze angewiesen. Man scheint zu wissen wer kommt, wir belegen einen schönen Raum, hinten links in der Ecke, etwas weg vom hoch frequentierten Eingang. Trinken wird umgehend serviert, das Menu ist bestellt. Zu Essen gibts einen riesigen Hamburger, die Spezialität des Mother Hubbard’s. Man stelle sich vor: ein Stück Brot, dann Fleisch und Käse und dann noch mal ein Stück Brot. Um an das Stück Fleisch ranzukommen, mussten wir schon kräftig Hand anlegen. Es gab zwei Varianten: Alles mächtig zusammenzu-drücken um das Ganze ansatzmässig in den Mund zu kriegen oder Variante zwei: kleine Zerlegung des Hamburgers, freilegen des Fleisches, Brot und Käse weg, und dann in den Einzelteilen zerlegt, verzerren. Auffallend oft wurde dann doch die Drückvariante gewählt.
Durst hat das auch gegeben. Wir trinken Bier. „Pitcher’s“, Krüge, wurden an den Tisch gebracht. So muss die Serviertochter weniger oft laufen. Wir machen die Feinverteilung vor Ort. Dennoch musste unsere nette Bedienung  mehrere Dutzend Mal laufen… zwei Krüge aufs Mal, das hat sie geschafft. Naja, wenn die Gleichung stimmt, dass drei Bier eine Mahlzeit ersetzen, dann haben wir zu viel gegessen.

Tischordnung und Tischgespräche lehnen sich an den Freiherrn von Knigge an. So gehört es sich, in der gepflegten Atmos-phäre die Sprache der Diplomaten anzu-nehmen. Das ist bekanntlich nicht Englisch, sondern Französisch. Von wem kommt die Beigabe:  „La vache qui rit“? Was war da mit „Chicken run“? Wer lacht?

Der Spieltrieb lockt die einen an den Billard-Tisch. Die Resultate werden direkt an den Monitoren dargestellt. Man munkelt, die Sportbars auf dem ganzen Kontinent und auch auf den TV’s im Weissen Haus, hätten die Geschehnisse direkt übertragen.

Am frühen morgen (Lokalzeit), nach einem letzten Drink, sind auch die allerletzten Noggis müde und gönnen sich die woh verdienten Stunden Schlaf.

Einen Kommentar schreiben